Mozart Biographie

Mozart Biographie

Wolfgang Amadeus Mozart Biographie

Wolfgang Amadeus Mozart ist einer der bedeutendsten Komponisten und Musiker der Wiener Klassik. Seine umfangreichen Werke gelten als eine der herausragendsten Schöpfungen klassischer Musik und erlangten Weltruhm.

Das Wichtigste in Kürze

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Jänner 1756 in Salzburg geboren. Bereits im Alter von 4 Jahren bekamen er und seine Schwester Nannerl den ersten Musikunterricht vom Vater. Zahlreiche Konzertreisen folgten, Mozart begann bereits als Kind zu komponieren. Im Alter von 16 Jahren wurde er zum Konzertmeister der Salzburger Hofmusikkapelle ernannt. Weitere Reisen folgten. Eingeengt von den strengen Vorgaben zog es ihn bald schon nach Wien, wo er als unabhängiger Künstler lebte. In Wien schuf er seine ganz großen Werke und erlangte damit Weltruhm. Mozart starb im Alter von nur 35 Jahren in Wien.

Die Kindheit

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27.
Jänner 1756 in Salzburg, in der Getreidegasse 9, in einer Dreizimmerwohnung, als siebentes Kind seiner Eltern, geboren. Er war jedoch erst das zweite Kind, welches überlebte. Bereits am 28. Jänner vormittags fand im Salzburger Dom die Taufe statt. Er wurde auf die Namen Joannes Chrisostomus Wolfgangus Theophilus getauft. Gerufen wurde er Wolfgang und auch Wolferl. Seine Mutter war die aus St. Gilgen stammende Anna Maria Pertl, sein Vater, der aus Augsburg nach Salzburg gezogene, fürstbischöfliche Kammermusiker Leopold Mozart. Bereits im Alter von 4 Jahren wurden Wolfgang und seine 9-jährige Schwester Maria Anna, genannt Nannerl, vom Vater in Musiktheorie, Klavier, Violine und Komposition unterrichtet. Bereits im Alter von 5 Jahren schuf Wolfgang seine ersten Kompositionen. Er war außergewöhnlich begabt im Violin- und Klavierspiel. Bereits im Alter von 6 Jahren folgten Wolfgangs erste Auftritte.

Mozarts erste Konzertreisen

Im Jahr 1762 traten Wolfgang und Nannerl mit den Eltern ihre ersten Reisen nach München, Passau und Wien an. Die talentierten Kinder sollten auf diesen Reisen dem Adel präsentiert werden. Der Erfolg der Wunderkinder in München und Wien war der Beginn einer 3einhalb Jahre dauernden Tourneereise. Sie begann am 9. Juni 1763 und endete am 29. November 1766. Wichtige Stationen seiner Reise waren die Städte München, Augsburg, Ludwigsburg, Heidelberg und Mainz, Frankfurt, Koblenz, Köln und Aachen. Die Reise führte ihn weiter nach Brüssel, Paris, Versailles und London, Dover, Den Haag, Amsterdam, Utrecht und Mechelen. Mozart reiste nochmals nach Paris, weiter nach Dijon, Lyon und Genf, weiter über Lausanne, Bern, Zürich zurück nach Deutschland, Donaueschingen, Ulm und München. Die Kinder musizierten auf diesen Reisen bei Hofe oder in öffentlichen Akademien. Die erste Sinfonie in ES-Dur (KV 16) entstand auf dieser Tournee, ebenso Mozarts erste Sinfonien für Violine und Klavier. 1764 entstanden die ersten gedruckten Kompositionen von Mozart, die 4 Sonaten für Klavier und Violine, KV 6-9. In London lernte er Johann Christian Bach kennen, der sein erstes großes Vorbild wurde. Ebenfalls in London wurde Mozart mit der Oper und der italienischen Symphonie bekannt und vertraut gemacht.

Zurück in Salzburg und Wien

Nach der Konzerttournee folgten erste Uraufführungen in Salzburg. Bereits mit 11 Jahren komponierte Mozart seine erste Schuloper “Die Schuldigkeit des ersten Gebots” mit zwei Salzburger Hofmusikern. Im Jänner 1768 kehrte Mozart nach Wien zurück. Dort stellte er das Singspiel Bastien und Bastienne (KV 50), die Waisenhausmesse (KV 139) und die Opera buffa “La finta semplice” fertig. Letztere wurde am 1.Mai 1769 in Salzburg uraufgeführt. Mozart kehrte nach 15- monatigem Aufenthalt in Wien im Jänner 1769 nach Salzburg zurück. In seinem Geburtsort wurde er am 27. Oktober zum Dritten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelke berufen und erhielt seine erste Anstellung.

Die erste Italienreise

Am 13. Dezember 1769 begann für Mozart, zusammen mit seinem Vater, die erste von drei äußerst erfolgreichen Konzertreisen nach Italien. Diese dauerte, von zwei kurzen Unterbrechungen abgesehen, beinahe 3einhalb Jahre und führte nach Verona, Mailand, Bologna, Florenz, Rom, Neapel, Turin, Venedig, Padua, Vicenza wieder nach Salzburg. In Mailand studierte Mozart Kontrapunkt und wurde schließlich in die Accademia Filarmonica di Bologna aufgenommen. Seine “Opera seria Mitridate re di Ponto (KV 87) wurde am 26. Dezember 1770 in Mailand uraufgeführt. Weitere Aufträge folgten, die Hoffnung auf eine Anstellung in Italien erfüllte sich allerdings nicht. Am 15. Dezember 1771 kehrten Wolfgang und sein Vater nach Salzburg zurück.

Konzertmeister in Salzburg und weitere Reisen

Im August 1772 wurde Mozart vom neuen Fürsterzbischof Colloredo von Salzburg zum besoldeten Konzertmeister der Salzburger Hofkapelle erwählt. Von Oktober 1772 bis März 1773 folgte die dritte Italienreise, von Juli bis September 1773 folgte die dritte Reise nach Wien. Am 6. Dezember 1774 wurde seine Oper “La finta giardiniera” in München uraufgeführt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen der Beurlaubung, reichte Mozart 1777 sein Abschiedsgesuch ein und bat beim Fürsterzbischof um Entlassung aus der Salzburger Hofmusikkapelle.

Das Suchen um eine Anstellung und wieder Reisen

Am 23. September 1777 unternahm Mozart eine Städtereise zusammen mit seiner Mutter. Der Grund war, dass er eine neue und auch bessere Anstellung finden wollte. Seine Reise führte ihn nach München, Augsburg und Mannheim, doch eine Anstellung fand er nicht. In Mannheim lernte er die Familie Weber kennen, und verliebte sich in die Tochter Aloisia. Auf Drängen des Vaters reisten Mozart und seine Mutter weiter nach Paris. Er konnte dort die Ballettmusik “Le petit riens” aufführen, bekam aber keinen weiteren Engagements. Am 3. Juli 1778 verstarb Wolfgangs Mutter überraschend in Paris. Dieser Schicksalsschlag erschütterte Wolfgang sehr tief.

Rückkehr nach Salzburg

Die Rückreise nach Salzburg führte ihn über Straßburg, Mannheim und Kaisersheim nach München. Dort begegnete er abermal der Familie Weber. Im Jänner 1779 kehrte Mozart nach Salzburg zurück, wo er zum Hoforganisten ernannt wurde. Er komponierte dort auch die Krönungsmesse (KV 317), die kurz nach seinem Tod zur bevorzugten Messe für Kaiser- und Königskrönungen, sowie für Dankgottesdienste werden sollte. Das Engagement in Salzburg ging etwa 20 Monate mehr oder weniger gut. Der Fürsterzbischof untersagte Mozart die Teilnahme an einträglichen Konzerten in Wien, das Verhältnis der beiden blieb angespannt. Am 29. Jänner 1781 wurde Mozarts Opera seria “Idomeneo” in München uraufgeführt. Es folgte eine weitere Reise nach Wien, wo er im Auftrag des Erzbischofs an Akademien der Salzburger Hofmusiker teilnahm. Zwei heftige Auseinandersetzungen mit dem Fürsterzbischof führten zum endgültigen Bruch, Mozart kündigte am 8. Juni 1781 den Dienst. Er reiste nach Wien und ließ sich dort nieder. Seinen Lebensunterhalt bestritt Mozart die nächsten Jahre mit Konzerten in verschiedenen Akademien.

Die Jahre als freischaffender Künstler in Wien

Mozart hatte sich endgültig von den Fesseln einer fixen Anstellung befreit und wirkte nun als unabhängiger Komponist und Musiklehrer in Wien. Er schuf eine Vielzahl von Klavierkonzerten, die er oft selbst präsentierte. Auch seine ganz berühmten Opern stammen aus dieser Zeit. Bereits am 16. Juli 1782 fand die Uraufführung des Singspiels “Die Entführung aus dem Serail” (KV 384) statt. Am 1.Mai 1786 folgte die Uraufführung der Opera buffa “Le nozze di Figaro” (KV 492). Am 29. Oktober 1787 wurde “Don Giovanni” ( KV 527) in Prag uraufgeführt. Ein weiteres Highlight war am 26. Jänner 1790 die Uraufführung von “Cosi fan tutte” (KV 588) in Wien. Am 6. September 1791 fand eine weitere Uraufführung in Prag statt, “La clemenza di Tito” ( KV 621). Der absolute Höhepunkt war schließlich die Uraufführung der großen und heute weltberühmten Oper “Die Zauberflöte” (KV 620) am 30. September 1791 in Wien. In dieser außergewöhnlichen Schaffensphase komponierte Mozart auch die Große Messe in c-moll (KV 427) und unzählige Instrumentalwerke, darunter die heute ebenfalls weltbekannte und geliebte “Kleine Nachtmusik” (KV 525), die Mozart 1787 schrieb. Durch den Musikliebhaber Gottfried van Swieten machte Mozart Bekanntschaft mit den Manuskripten von
Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. Diese beiden Barockkomponisten machten eine bleibenden und sehr tiefen Eindruck auf Mozart. Sie beeinflussten auch seine weiteren Kompositionen maßgeblich.

Am 4. August 1782 heiratete Mozart Constanze Weber, die er 3 Jahre vorher in Mannheim kennengelernt hatte. Sie war eine jüngere Schwester von Aloisia. In den folgenden Jahren bekamen sie 6 Kinder, von denen allerdings nur 2 die Kindheit überlebten. Am 14. Dezember 1784 trat Mozart in die Freimaurerloge ein. Besonders in den Opern “Die Zauberflöte” und “Die Hochzeit des Figaro” wird Kritik an der Gesellschaft geübt, die auf dem Hintergrund der Freimaurermitgliedschaft basiert. Möglicherweise war diese Kritik mit ein Grund, dass es Mozart nach der Uraufführung des Figaro nicht mehr so gut ging. Den Vater hatte Mozart in seinen Jahren in Wien noch einmal besucht. Auch Leopold Mozart war einmal bei seinem Sohn in Wien zu Gast gewesen. Der Vater Leopold starb am 28. Mai 1787. Am 7. Dezember 1787 ernannte Kaiser Joseph 2. Mozart zum k.k.Kammermusicus. Doch bereits mit der Aufführung von “Der Hochzeit des Figaro” 1786 hatte Mozart das Wiener Publikum komplett überfordert. Die Folge war, dass es sich von ihm zurückgezog und sich Mozarts finanzielle Lage deutlich verschlechterte. In großer Zurückgezogenheit schuf Mozart seine letzten Werke. Erfolge hatte er in dieser Zeit nur in Prag. Mozart hatte trotz der vorherigen guten finanziellen Situation keine Ersparnisse und musste sich mehrfach Geld leihen. Der Wendepunkt in seinem Leben war unaufhaltsam gekommen. Mit neuerlichen Reisen versuchte er seine finanzielle Situation zu verbessern, jedoch ohne Erfolg. Erst mit dem großen Beifall bei der Aufführung der “Zauberflöte” schien sich seine finanzielle Situation wieder zu bessern. Allerdings war es jetzt das einfache Volk, das ihm Beachtung entgegen brachte. Am 20. November 1791 erkrankte Mozart schwer und wurde bettlägerig. Nur wenige Wochen nach seinem großen Erfolg mit der Zauberflöte war er am Ende seiner Kraft. Am 5. Dezember 1791 starb Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von nur 35 Jahren in Wien. Diese Todesursache ist nicht eindeutig geklärt.