Mozart Familie

Eine hochmusikalische Familie

Wolfgang Amadeus Mozart entstammte einer hochmusikalischen Familie. Für seinen Werdegang und seine immensen Erfolge war das entscheidend. Einen Großteil seines Wissens verdankte er der Förderung seines Vaters. Anfangs begleitete ihn seine ältere, ebenso begabte Schwester auf den Konzertreisen. Jedoch wurde hauptsächlich Wolfgang Amadeus gefördert und gelangte so zu dem Weltruhm, den er heute hat. Durch einen regen Briefwechsel zwischen den einzelnen Familienmitgliedern sind viele Informationen überliefert worden, die den Zusammenhalt der Familie Mozart untermauern und belegen.

Sein größter Förderer - sein Vater

Der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart förderte seine Kinder gerade in den Jugendjahren sehr und war maßgeblich für ihr Vorankommen in der Musik verantwortlich. Geboren wurde er als Johann Georg Leopold Mozart am 14. November 1719 in Augsburg. Im Laufe seiner umfangreichen Schulausbildung wurde auch seine musikalische Begabung erkannt. Leopold Mozart war ein Meister an der Violine und der Orgel. Zwar erreichte er nie den Ruhm seines Sohnes, schuf aber eigene Kompositionen. Für sein Studium zog er 1737 nach Salzburg. Nach Abbruch des Studiums widmete er sich vollständig der Musik und wurde Musiker und Kammerdiener beim Salzburger Domherrn. Nach der Geburt seines Sohnes Wolfgang Amadeus Mozart wurde er Hof- und Kammerkomponist des Salzburger Fürsterzbischofs. Um seine Kinder auf ihren zahlreichen Reisen durch ganz Europa zu begleiten, musste Leopold Mozart jedoch diese Tätigkeit oft ruhen lassen. Sein geschäftliches Geschick und seine Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und auszubauen, verhalf gerade Wolfgang Amadeus Mozart zu einer Karriere, die seinesgleichen suchte. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn wurde jedoch im Laufe des kurzen Lebens von Wolfgang Amadeus Mozart immer schwieriger. Der Vater war mit der Geldverschwendung und dem eigensinnigen Verhalten seines Sohnes nie einverstanden. 1787 verstarb Leopold Mozart in Salzburg.

Unauffällig- seine Mutter

Anna Maria Mozart war unauffällig. Während die anderen Familienmitglieder durch ihre große Begabung in der Musik auffielen, ist solches über die Mutter von Wolfgang Amadeus Mozart nicht zu berichten. Sie wurde am 25. Dezember 1720 in St. Gilgen als Tochter eines Verwaltungsbeamten geboren. Mit Leopold Mozart, den sie 1747 heiratete, bekam sie sieben Kinder. Jedoch überlebten nur Wolfgang Amadeus und seine Schwester “Nannerl” das erste Lebensjahr. Auf den Reisen, die der Vater mit den hochbegabten Kindern, besonders mit Wolfgang Amadeus, unternahm, begleitete sie ihre Familie nur anfangs. Sie starb nach kurzer Krankheit am 3. Juli 1778 in Paris.

Das andere Wunderkind - seine Schwester

Das weitere Wunderkind der Familie Mozart wurde am 31. Juli 1751 geboren. Maria Anna Walpurga Ignatia Mozart ist eher unter ihrem Spitznamen “Nannerl” bekannt. Wie ihr Bruder war sie eine außergewöhnliche Pianistin und komponierte auch eigene Stücke, die jedoch nicht überliefert wurden. Zwar war Leopold Mozart sehr stolz auf die außergewöhnliche Begabung seiner Tochter. Typisch für die damalige Zeit wurde aber hauptsächlich der Sohn gefördert. Zu Beginn reisten Wolfgang Amadeus und Nannerl als Geschwisterpaar durch Europa, um den Menschen ihr außergewöhnliches Talent zu zeigen. Später arbeitete sie als Klavierlehrerin und führte nach dem Tod der Mutter den Haushalt ihres Vaters. Mit stattlichen 78 Jahren verstarb sie im Jahr 1829.