Zauberflöte

Wolfgang Amadeus Mozarts “Die Zauberflöte”

Wolfgang Amadeus Mozarts “Die Zauberflöte” wurde am 30.09.1791 im Freihaustheater “Theater auf der Wieden” in Wien als eine dreistündige große Oper in zwei Akten uraufgeführt. Sie präsentiert eine Welt der Widersprüche, gehüllt in eine märchenhafte, zuweilen kaum logische Erzählung.

Emanuel Schikaneder, ein alter Freund Mozarts, tritt 1790 wieder in sein Leben, als dieses gerade von Schwierigkeiten geprägt ist. Geldnöte, die Gesundheit seiner Frau Constanze und die Missachtung seines Talentes besorgten Mozart.

Schikaneder, der Schauspieler, Sänger und Direktor des Theaters an der Wieden ist, schlägt Mozart vor, ein gemeinsames Stück auf die Beine zu stellen. Auch er leidet in dieser Zeit unter finanziellen Problemen.

Während Schikaneder das Libretto schreibt, komponiert Mozart in einem kleinen Gartenpavillon nahe des Theaters “die Zauberflöte”. Eine Oper, die bis heute zu den bekanntesten und beliebtesten der Welt zählt und deren zauberhafte Welt die Zuschauer immer wieder in ihren Bann zieht. Mit insgesamt 14 Bühnenverwandlungen ist die Oper nicht nur musikalisch, sondern auch optisch einzigartig.

In “die Zauberflöte” schickt die Königin der Nacht den Prinzen Tamino, um ihre Tochter Pamina aus den Fängen des Zauberers Sarastro zu befreien. Neben den drei Damen der Königen wird Tamino vom Vogelfänger Papageno begleitet, der im Gegensatz zum Prinzen nicht sonderlich mutig ist.

Sie treten, Papageno mit einem Glockenspiel und Tamino mit einer magischen Flöte ausgestattet, die Reise an und müssen feststellen, dass Sarastro keineswegs böse Absichten verfolgt. Die Königin der Nacht hat Tamino getäuscht.

Tamino muss nun drei Prüfungen bestehen, um Pamina zu retten. Papageno wird dank des magischen Glockenspieles mit Papagena vereint. Die Königin der Nacht und ihre Gefolgschaft werden vernichtet.

Die Orchesterbesetzung besteht aus Holzbläsern, Blechbläsern, Pauken, einem Tastenglockenspiel und Streichern.

“Die Zauberflöte” gehört dem zu ihrer Zeit populären Genre der Wiener Kasperl- und Zauberoper an. Hauptmotiv dieser Opern ist unter anderem die über alles siegende Liebe und das Spiel zwischen guten und bösen Mächten.

An dem Stück schieden sich die Geister. Was für die einen ein Meisterwerk gewesen ist, war für die anderen eine Farce. Obwohl die Bühnengestaltung, die Musik und die Kostüme beim Publikum ankamen, fand die komplizierte Geschichte wenig Anklang. Fakt ist, dass eine Märchenoper für ein volles Haus sorgte und die Geldsorgen Mozarts und Schikaneders bald der Vergangenheit angehörten.

Bis heute gibt es immer wieder Neuinterpretationen, in denen die Geschichte der “Zauberflöte” neu gedeutet wird. Mozart selbst verstarb neun Wochen nach der Uraufführung. Den bahnbrechenden Erfolg seines Stückes erlebte er nicht mehr mit.